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Mitarbeitenden­magazin: So stärkt es die interne Kommunikation

Andrea 1

Mitarbeitenden-App, Intranet und Kollabo­rations­tools: Online-Kanäle sind auch in der internen Kommuni­kation omnipräsent. Welche Rolle spielt da das Mitar­beiten­den­magazin noch? Gerade in der digitalen Informations­flut entfaltet das Print­magazin eine Wirkung, die online oft verpufft. Denn es vermittelt Wert­schätzung und stärkt die Bindung zu den Mitar­beitenden.

Ein Mitarbeitenden­magazin ist mehr als ein Informations­medium – es ist ein Statement. Während digitale Nachrichten in Sekunden­schnelle konsumiert und schnell wieder vergessen werden, signalisiert ein hochwertiges Printprodukt: «Wir nehmen uns Zeit für unsere Mitar­beitenden.» Diese Form der Wert­schätzung spüren Mitar­beitende unmittelbar.

Gleichzeitig schafft ein Print­produkt eine Glaub­würdig­keit, die digitale Kanäle schwer erreichen. Laut einer Studie des Content Marketing Forum1 werden Inhalte in gedruckten Magazinen von 64 Prozent der Befragten als positiv erlebt. Ein sorgfältig gestaltetes, redaktionell geprüftes Magazin vermittelt Seriosität und Verbind­lichkeit. Die physische Präsenz – ob auf dem Küchen­tisch, im Pausen­raum oder im Zug nach Hause – sorgt für eine andere Aufmerk­samkeit als ein weiterer Newsletter im überfüllten Postein­gang.

Wann macht ein Mitarbeitenden­magazin Sinn?

Die Entscheidung für oder gegen ein Mitar­beitenden­magazin hängt unter anderem von der Verteilung der Standorte, der Personal­struktur und der Unter­nehmens­grösse ab. Seine volle Kraft entfaltet es bei Unternehmen mit mehreren Standorten oder Teams, die wenig direkten Kontakt haben, weil es bei den Einzelnen das Gefühl fördert, Teil eines grösseren Ganzen zu sein.


Aber auch Firmen mit einer heterogenen Beleg­schaft profitieren von einem Magazin: Nicht alle Mitar­beitenden sind ständig online oder haben Zugang zu digitalen Kanälen. Ein Magazin erreicht alle gleichermassen – von der Produktion über administrative Stellen bis hin zur Geschäfts­leitung. In einer Befragung2 der SCM – School for Communication and Management gaben 92,7 Prozent der Unter­nehmen an, dass Story­telling in der internen Unter­nehmens­kommu­nikation zur Vermittlung strategischer und unter­nehmens­relevanter Themen wichtig bleibt. Besonders in Zeiten des Wandels, wie er bei Fusionen, strategischen Neu­aus­richtun­gen oder kulturellen Trans­forma­tionen auftritt, bietet ein Magazin diesen Raum für Tiefe und Kontext, den schnelle digitale Updates nicht leisten können.

Was sind die Anforderungen an ein Mitarbeitenden­magazin?

Die Qualität entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ein lieblos zusammen­gestelltes Hoch­glanz­produkt voller Manage­ment­bot­schaften landet ungelesen im Altpapier. Ein Mitar­beiten­den­magazin muss journa­listischen Ansprüchen genügen: authentische Geschichten, professionelle Texte, ansprechendes Layout und hoch­wertige Fotografie.


Der redak­tionelle Ansatz ist entscheidend. PR-Texte haben in einem Mit­arbeiten­den­magazin nichts verloren. Stattdessen braucht es echte Reportagen, Porträts und Hinter­grund­berichte. Mitar­beitende müssen sich und ihre Themen wiederfinden – nicht nur die Erfolgs­geschichten aus der Chefetage, sondern auch die alltäglichen Heraus­forderungen, innovative Ideen und persönliche Perspek­tiven aus allen Bereichen des Unternehmens.

Wie wird das Magazin in den Kommunikations­mix eingebettet?

Das Mitarbeitenden­magazin entfaltet seine Wirkung nur im Zusammen­spiel mit anderen Kanälen. Es ist kein Ersatz für digitale Kommuni­kation, sondern eine Ergänzung dazu. Während sich das Intranet oder die App für aktuelle News und operative Informationen eignet, bietet das Magazin Raum für Geschichten, die bleiben. Die Einbettung beginnt bei der Konzeption: Was sind die strategischen Ziele der internen Kommunikation? Welche Themen erfordern Vertiefung, welche Schnellig­keit? Ein kluger Content-Plan verteilt Inhalte so, dass jeder Kanal seine Stärken ausspielen kann. Wichtig ist auch die Distribution: Das Magazin sollte alle Mitar­beiten­den erreichen – idealer­weise auch zu Hause, damit auch Familien­mitglieder einen Einblick ins Unternehmen erhalten.

Print und digital: zwei Seiten einer Medaille

Die Zukunft der internen Kommuni­kation ist nicht ein Entweder-oder, sondern Sowohl-als-auch. Digitale Kanäle sind unverzichtbar für Geschwindig­keit, Interaktivität und Aktualität. Mitarbeiten­den­magazine sorgen hingegen für Entschleunigung, Vertiefung und emotionale Bindung. Mitarbeiten­den­magazine bieten einen wertvollen Gegenpol zum digitalen Rauschen. Sie ermöglichen konzentrierte Lektüre und bleiben physisch präsent. Diese Lang­lebigkeit macht sie zu einem wichtigen Instrument für die Mitarbeiten­den­bindung – denn Identi­fikation entsteht nicht durch schnelle Klicks, sondern durch Geschichten, die nachwirken.

1 Wirkungsstudie Influencer:innen-Content, Juni 2025, Content Marketing Forum e.V.
2 Die Zukunft des Mitarbeitermagazins, 2022, Kammann Rossi und SCM – School for Communication and Management

Gerne unterstützen wir Sie bei der Konzeption und der Umsetzung Ihres Mitar­beiten­den­magazins. Kontaktieren Sie uns für ein un­verbind­liches Erstgespräch.

Ihr Ansprechpartner

Christian Schwander
Partner
T +41 44 268 12 05
M +41 79 420 19 53
christian.schwander@linkgroup.ch

FAQ

Lohnt sich ein gedrucktes Mitarbeitendenmagazin in Zeiten der Digitalisierung?

Printmagazine bieten in der digitalen Informations­flut einen wertvollen Gegenpol. Sie schaffen Aufmerksamkeit, zeigen Wert­schätzung und bleiben präsent. Studien belegen, dass gedruckte Inhalte länger im Gedächtnis bleiben als digitale. Zudem bieten Mitarbeiten­den­magazine Raum für Tiefgang sowie Kontext und sind deshalb ein bewährtes Medium in der Change-Kommunikation.

Wie oft sollte ein Mitarbeitendenmagazin erscheinen?

Der Erscheinungs­rhythmus hängt von den vorhandenen Ressourcen und den Inhalten ab. Bewährt haben sich drei bis vier Ausgaben pro Jahr. Wichtiger als eine hohe Frequenz sind Kontinuität und eine gleich­bleibend gute Qualität.

Welche Inhalte eignen sich für ein Mitarbeitendenmagazin?

Ein Mitarbeiten­den­magazin eignet sich besonders für Inhalte, die im Intranet oder in einer App zu kurz kommen: Strategie­themen mit Tiefgang, Reportagen, Mitarbeiten­den­porträts sowie Interviews. Wichtig ist ein ausgewogener Mix aus Information, Emotion und Dialog.

Was ist bei der Erstellung eines Mitarbeitendenmagazins wichtig?

Als Basis dient ein Konzept mit klar definierten Zielen. Damit das Magazin gelesen wird, muss es einen hohen Qualitäts­anspruch und journalistische Kriterien erfüllen. Im Zentrum stehen die Interessen der Mitarbei­tenden und authentische Geschichten. Wichtig ist auch, dass das Magazin in die Kommuni­kations­land­schaft des Unter­nehmens eingebettet ist. Idealer­weise befeuern sich das Magazin und Online-Kanäle gegenseitig.

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